Die Sonnenblume (Helianthus annuus) gehört in die Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es gibt etwa 67 Arten und Ihre ursprüngliche Heimat ist Nordamerika.
Sonnenblumen lassen sich in vier Typen unterteilen: den Öltyp, den Speisetyp, den Ziertyp und den Futtertyp. Der Öltyp weist besonders viele Röhrenblüten auf und die Sonnenblumenkerne besitzen
einen sehr geringen Schalenanteil.
Um gut zu gedeihen brauchen Sonnenblumen viel Sonne, ausreichend Wasser während der Blüte, und eine gute Stickstoffversorgung. Sie wachsen am besten in fruchtbarer, feuchter, gut abgelaufener
Erde mit viel Mulch.
Ausgesät wird die Sonnenblume Anfang April bei etwa 7-8°C Bodentemperatur. Die Aussaat erfolgt als Einzelkornaussaat. Auf einem Hektar wachsen rund 60'000 bis 70'000 Sonnenblumen. Um einen Liter
Delikatess Sonnenblumenöl zu bekommen braucht es Kerne von rund 60 Sonnenblumen.
Im Spätsommer beginnen die Sonnenblumen zu reifen und werden langsam braun. Danach werden die Sonnenblumen gedrescht und mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 7% gelagert. Die Lagerung ist eine sehr
anspruchsvolle Aufgabe die viel Know how erfordert. Regelmässige Temperaturkontrolle, Umlagerung und Protokollführung gehören zum Alltag von Daniel Kressibucher der für die Lagerung der Saat
zuständig ist.
Nice to know: Sonnenblumen besitzen die besondere Fähigkeit gefährliche Gifte den Böden zu entziehen. Daher werden sie zur Reinigung der Erde, sogar bei bleihaltigen oder radioaktiven Böden,
eingesetzt.